Schlauchwagen SW1000 (außer Dienst)

Veröffentlicht: Montag, 29. Oktober 2007

Active ImageSeit Samstag, 03.11.2007 verfügt die Freiwillige Feuerwehr Gau-Bischofsheim über ein neues Fahrzeug. Die alte wartungsintensive Anhängeleiter AL12 wurde gleichzeitig außer Dienst gestellt, da die Drehleiter aus Bodenheim automatisch bei größeren Schadenslagen mit alarmiert wird.

Der Schlauchwagen 1000 (Abkürzung: SW1000) wurde aus einsatztaktischen Gründen von Bodenheim nach Gau-Bischofsheim versetzt und dient zur Verlegung von langen Schlauchleitungen zur Wasserförderung. Dabei können 1000m B-Schlauch während der Fahrt verlegt werden.

 

Die Schläuche lagern dabei in Schubladen, die im Heck des Fahrzeuges eingeschoben sind. Hier gibt es ebenfalls eine ausklappbare Stehfläche, auf der ein Feuerwehrmann das kontrollierte Auslegen der Schläuche überwachen kann. Durch das Drücken eines Knopfes direkt am Fahrzeugheck ertönt im Fahrzeuginnenraum ein Signal als Anfahr- bzw. Stopkommando für den Fahrer.

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Durch die bestehende Alarm- und Ausrückeordnung der Verbandsgemeinde Bodenheim sind die Löschfahrzeuge der Einheiten Bodenheim und Nackenheim schon in der Erstphase eines Brandeinsatzes gebunden.

Daher muss die Einheit Gau-Bischofsheim in der Lage sein zu Objekten mit keiner oder unzureichender Wasserversorgung (siehe Einsatzbericht Brand in Bodenheim "Molsberger Hof") mit ihren zur Verfügung stehenden Einsatzmitteln alleine eine Wasserförderung lange Wegstrecke aufzubauen.

Um hierfür den erforderlichen Wasserdruck innerhalb der Schlauchleitung zu erreichen und um Höhenunterschiede des rheinhessischen Hügellandes auszugleichen kommen hierfür die zwei Feuerlöschkreiselpumpen des Löschgruppenfahrzeuges 8/6 sowie die Feuerlöschkreiselpumpe des Tragkraftspritzenfahrzeuges zum Einsatz.

Nur so ist eine effektive Wasserförderung ohne Verzögerung und somit ein schneller Löscherfolg möglich.

Um den weiteren Brandschutz und die allgemeine Hilfe z.B. nach Verkehrsunfällen innerhalb der gesamten VG Bodenheim sicherzustellen kann somit auf die freien Einheiten Harxheim und Lörzweiler zurück gegriffen werden.

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Außer 1000m B-Schlauch werden noch zusätzliche wasserführende Armaturen mitgeführt. Hierzu gehören ein Standrohr, Verteiler, Absperrorgane und Druckminderer. Darüber hinaus sind neben 8 zusätzlichen B-Druckschläuchen Werkzeug und ein mobiler Löschwasserbehälter im Fahrzeug verladen.

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