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Chronik

Veröffentlicht: Dienstag, 21. August 2007

zunächst aus dem Festbuch zum 50jährigenjubiläum 1932; 1881 bis 1987

Als in den 80er Jahren des 19. Jahrhunderts verschiedene größere Brände Gau-Bischofsheim heimgesucht hatten, entschlossen sich einige Männer, an der Spitze Johann Philipp Knab, eine Freiwillige Feuerwehr zu gründen. In der folgenden Gründungsversammlung erklärten sich bereits 35 Männer bereit mitzuwirken. Nach anfänglichen Schwierigkeiten - so zeigte sich die Ortsverwaltung zunächst nicht bereit Kosten zu übernehmen - gelang es dem Vorstand mit Hilfe freiwilliger Ortsspenden sowie einem Zuschuss der Hessischen Brandversicherungskammer, die notwendige Uniform zu beschaffen.

So konnten dann Übungen abgehalten werden und bereits 1882 hatte die Wehr Gelegenheit, bei der großen Überschwemmung tatkräftig mitzuwirken, denn infolge eines Dammbruches war das Rheinwasser in den unteren Teil Bodenheims eingedrungen. Kurz danach half die Wehr noch einmal in Bodenheim, als es galt, einen Brand zu löschen.

Im Jahre 1886 bereits konnte durch eifrigen Fleiß, unter der Mithilfe der Bischofsheimer Forensen eine neue Uniform angeschafft werden, zu deren Einweihungsfest waren dann 8 auswärtige Wehren erschienen. Im Jahre 1893 wurde in Gau-Bischofsheim der erste Kreisfeuerwehrtag des Kreises Mainz abgehalten, welcher "in allen Teilen sehr gut verlief und für die Wehr selbst, sehr erfolgreich war".

Am 1 . Oktober 1896 bei der Einweihung der Bahnlinie Bodenheim - Alzey beteiligte sich die Gau-Bischofsheimer Wehr in voller Stärke. Am 7. Oktober 1897, der Maschinendrusch war gerade zu Ende gegangen, brach in der Scheune auf dem Anwesen des Ludwig Schreiber ein Feuer aus, bei dem Scheune sowie Stallungen zum Opfer fielen. Das Wohnhaus und die Nachbargebäude konnten durch energisches Eingreifen der Feuerwehr gerettet werden. Im Jahre 1901 wurde der erste Kommandant Johann Philipp Knab zum Bürgermeister von Gau-Bischofsheim gewählt. Knab wollte jedoch das Amt des Kommandanten beibehalten und so wählten die Mitglieder Anton Fleck zum Adjutanten der Wehr.

Im April 1901 war die Inspektion der Freiwilligen Feuerwehr Gau-Bischofsheim. Dabei wurde festgestellt, daß die alte Spritze nicht mehr brauchbar war. Ein Gesuch an die Hessische Brandversicherungskammer ergab den Betrag von 1200 Mark und so konnte bereits im Juli des gleichen Jahres durch Bürgermeister Knab die neue Spritze im Werte von 1600 Mark bestellt werden. Am 4. Januar des Jahres 1903 traf dann auf dem Bahnhof in Gau-Bischofsheim die neue Spritze ein. Feierlich wurde diese dann in Empfang genommen und dann am Spritzenhaus nach einer Rede des Bürgermeisters an die Wehr übergeben.

Am 10. Februar 1903 starb der Kommandant und Bürgermeister Johann Philipp Knab. Groß war die Anteilnahme, auch der auswärtigen Wehren, bei seiner Beisetzung, Knabs Nachfolger als Kommandant wurde dann am 13. April des gleichen Jahres Philipp Karl. Als die Wasserleitung für das Bodenheimer Gebiet eröffnet wurde, beteiligte sich die Wehr vollzählig. Durch die Anlage der neuen Hydranten waren neue Schläuche notwendig geworden und so schaffte man 150 Meter neues Schlauchmaterial sowie einen Schlauchwagen an.

Zum 25jährigen Bestehen war 1906 ein kleines Fest organisiert worden, an dem die Wehren des Kreises Mainz teilnahmen. Kommandant Philipp Karl trat im Jahre 1912 von seinem Amt zurück, sein Nachfolger wurde Philipp Hofmeister. "Als aber im August 1914 der Krieg ausbrach, mussten die rüstigsten Männer zum Heer und im Ort mussten alte Feuerwehrleute sowie die Jugendlichen den Feuerwehrdienst versehen. 5 Kameraden verlor die Wehr durch diesen Krieg. " So berichtet die Chronik von einem Brand, der am 3. September 1914 an der Hofreite von Josef Emrich entstanden war, Zu dieser Zeit war Gau-Bischofsheim mit 3000 Reservisten belegt. Ein Teil von ihnen bildeten Spalier (Eimerkette), so daß die Gau-Bischofsheimer Wehr und die Nachbarkameraden aus Ebersheim, Harxheim und Lörzweiler Herr des Feuers werden konnten und ein Übergreifen des Feuers auf das Wohnhaus und die Nachbargebäude verhindert wurde. Nach der Beendigung des Krieges übemahmen die heimgekehrten Kameraden wieder ihre Dienste als Feuerwehrmänner.

Die Chronik fährt fort mit dem Jahre 1927. Hier war am Anwesen des Landwirtes Philipp Brech am 29. März ein Brand entstanden, welcher jedoch ohne fremde Hilfe gelöscht werden konnte.

5OJAHRIGES JUBILÄUM vom 20, bis 22, Juni 1931

Groß angelegt war das Jubiläumsfest zum 50jährigen Bestehen der Freiwilligen Feuerwehr Gau-Bischofsheim. Am Samstag, dem 20, Juni war für abends 20.30 Uhr ein Fackelzug angesetzt worden, welcher nach der Aufstellung am Bahnhof durch die Ortsstraßen in Richtung Festplatz ging. Auf dem Festplatz war dann im Anschluß der Festkommers, bei dem sämtliche Gau-Bischofsheimer Vereine sowie schon einige auswärtige Gastvereine mitwirkten. Bei dieser Gelegenheit fand auch die Ehrung der Jubilare statt. Am Sonntag, dem 21. Juni, blies man um 5 Uhr den Weckruf. Nach dem Gottesdienst um 7.30 Uhr mit der Toten- und Gefallenengedenkfeier sowie der Bannerweihe wurden die auswärtigen Wehren ab 9.30 Uhr abgeholt. Um 12 Uhr zeigte dann die Gau-Bischofsheimer Jubelwehr eine Übung. Nach der Mittagspause war um 14 Uhr die Aufstellung zum großen Festzug durch die geschmückten Ortsstraßen in Richtung Festplatz. Die Feuerwehren aus Hechtsheim, Marienborn, Zornheim, Ebersheim, Mainz-Mombach, Lörzweiler, Mainz-Weisenau, Essenheim, Laubenheim, Mainz-Bischofsheim, Finthen, Klein-Winternheim, Mainz-Bretzenheim, Nieder-Olm, Budenheim, Stadecken, Drais, Gonsenheim, Fabrikfeuerwehr Amöneburg, Bodenheim und Nackenheim nahmen an dem Festzug teil. Auf dem Festplatz selbst war dann, nachdem die Begrüßung und der Prolog stattgefunden hatte, die Enthüllung des neuen Banners. Nach der Überreichung der Geschenke gab es noch einige Darbietungen, bei denen die Festdamen und die Gau-Bischofsheimer Ortsvereine mitwirkten. Abends fand man sich dann wieder zum großen Festball im Lokal Hofmann zusammen.

"Die Musik wurde ausgeführt vom Musikverein Gau-Bischofsheim". Es ist erfreulich für den Chronisten dies zu lesen. Denn gerade in diesen Tagen (1980), da die Chronik für das 100jährige Fest 1981 zusammengestellt wird, hat sich in Gau-Bischofsheim ein neuer "Kirchenmusikverein Gau-Bischofsheim" konstituiert, nach dem der oben erwähnte Musikverein kurz vor dem zweiten Weltkrieg sich auflöste. Nun aber zurück zu dem damaligen Jubiläum, das am 22. Juni mit einem Frühschoppen auf dem Festplatz fortgesetzt wurde. Nachmittags um 16 Uhr war dann ein Volksfest mit einem Konzert für jung und Alt.

In diesem Zusammenhang ist es interessant zu wissen, wie hoch die damaligen Eintrittspreise für die verschiedenen Veranstaltungen waren: Für den Kommers verlangte man 25 Pfennig, für die Hauptfeier am Sonntag auf dem Festplatz 50 Pfennig und das Festbuch kostete 25 Pfennig,

ANMERKUNG DER REDAKTION:

Für den Chronisten war es nicht leicht alle notwendigen Daten für diese Chronik der Gau-Bischofsheimer Freiwilligen Feuerwehr zusammenzustellen. Die Schwierigkeiten beruhten sich in erster Linie auf das vollständige Fehlen jeder schriftlichen Unterlagen betreffend der Jahre 1932 bis 1950. Es wurden zwar mehrmals Anfragen an die Bevölkerung von Gau-Bischofsheim gerichtet die Arbeit in dieser Hinsicht zu unterstützen, was auch teilweise erfolgte und dankbar angenommen wurde, jedoch das Ergebnis reichte nur soweit aus, um folgendes zu belegen:

1932-1950

Bis zum Jahre 1937 blieb Philipp Hofmeister Kommandant der Freiwilligen Feuerwehr Gau-Bischofsheim, In der Zeit von 1937 bis 1945 stand Georg Knußmann der Wehr als Kommandant vor. Ihn löste Johann Kimmes ab, der von 1945 bis 1947 Kommandant war. Franz Michael Escher löste 1947 Kimmes ab und war bis 1952 dann Kommandant der Freiwilligen Feuerwehr Gau-Bischofsheim gewesen. Weiterhin ist sicher, dass zur Zeit des 2. Weltkrieges in Gau-Bischofsheim eine Frauenfeuerwehr existierte, (Kommandantin war Acheda Kimmes gewesen,) die in dieser Zeit auch öfters zum Einsatz gerufen wurde, so unter anderem auch öfters nach Mainz.

Ursprünglich jedoch wollte man weiterforschen um doch noch mehr zu erreichen, Aber der Termin des Festes rückte immer näher und das Ausarbeiten des bisher Vorhandenen musste unbedingt erfolgen. So kommt es nun, daß Genaueres der besagten Jahre 1932 bis 1950 in der Zusammenstellung fehlen, was nun jedoch nicht heißen soll, die Arbeit diesbezüglich werde nicht fortgesetzt.

Die Chronik der Gau-Bischofsheimer Freiwilligen Feuerwehr nach dem Zweiten Weltkrieg beginnt mit dem Jahre 1950.

1950 im August dieses Jahres fand die vom damaligen Kreisbrandinspektor Kraft angesetzte Jahresinspektion statt. Hierbei war von der Wehr eine Angriffsübung auf das Anwesen von Peter Zimmermann vorgeführt worden. / Bei der Jahresabschlussübung, am 19. November, nahmen Wehrvertretungen aus Bodenheim, Nackenheim, Zornheim sowie von der Berufsfeuerwehr aus Mainz teil, Kreisbrandinspektor Kraft würdigte den guten Leistungsstand der Wehr bei der Angriffsübung auf das Hofgut Michel (Unterhof). Auf die Geselligkeit innerhalb der Feuerwehr war auch in dieser Zeit schon großen Wert gelegt worden; aber auch die Bevölkerung von Gau-Bischofsheim kam hierbei nicht zu kurz, wie der Ostersonntag 1950 zeigt, Im Saale Henrich fand das Jahreskonzert statt, in dessen Rahmen das Volksstück "Mutter und Sohn" sowie das Lustspiel "Der Feuerwehrmann in Nöten" aufgeführt wurde.

1951 Am 6. Mai beging die Feuerwehr in der Wirtschaft Zimmermann ihr 70jähriges Stiftungsfest. Die Wehren aus Bodenheim, Nackenheim, Mainz-Weisenau, Ginsheim und Zornheim nahmen daran teil. Nach einem Umzug durch die Dorfstraßen erfolgte in einer Feierstunde die Ehrung der Jubilare. Damals wurden Martin Knab für 60jährige Mitgliedschaft, Mathias Becker und Kaspar Reitz II für 40jährige Mitgliedschaft, Johann Kimmer, Peter Zimmermann und Franz Knab für 30jährige Mitgliedschaft in der Freiwilligen Feuerwehr Gau-Bischofsheim geehrt Bei der Unterhaltung wirkten die Feuerwehrkapelle Bodenheim und der Gesangverein "Liederkranz" Gau-Bischofsheim mit.

Die Jahresabschlußübung im Dezember 1951 fand an der Scheune von Rochus Rösch statt. 1952 Dieses Jahr sollte sehr bewegt für die Freiwillige Feuerwehr von Gau-Bischofsheim werden, Es begann damit, dass am 12. Februar das älteste Mitglied der Wehr, Martin Knab I, zu Grabe getragen wurde. Groß war die Beteiligung der Wehren aus Gau-Bischofsheim, Bodenheim, Nackenheim, Zornheim, Ebersheim und Harxheim. Die Feuerwehrkapelle Bodenheim spielte zum letzten Geleit. Knab war 46 Jahre aktiv in der Gau-Bischofsheimer Wehr gewesen, Er hatte zu den Mitbegründern der Sterbekasse gehört und war auch Beisitzer im Vorstand.

Am 15. März schlug das Schicksal zum zweiten Mal zu, als der zweite Kommandant Peter Lang starb. Er wurde 4 Tage später zu Grabe getragen, wobei die Wehren aus Gau-Bischofsheim, Bodenheim, Nackenheim, Mainz-Weisenau, Ebersheim, Zornheirn und Harxheim teilnahmen. Trotz dieser Schicksalsschläge, die die Wehr in dieser kurzen Zeit hatte hinnehmen müssen, verzichtete man nicht auf das Jahreskonzert, doch stimmungsgemäß wurde dann das Trauerspiel "Bis zum Tode getreu" zur Aufführung gebracht,

Am 26. April anläßlich der Jahreshauptversammlung wählten die Kameraden Balthasar Kimmes zum zweiten Kommandanten. Bei der Jahresabschlussübung am 30. November zeigte die Wehr eine Angriffsübung an der neuen Schule in der Pfarrstraße (heute Gemeindeverwaltung). Bei der Anwesenheit von Bürgermeister Peter Göth zeigte die Freiwillige Sanitätskolonne Nackenheim eine Übungsaktion in "Erste Hilfe" am Unfallort in weiterer unvergessener Vorgang ereignete sich am 1. Dezember, als Kommandant Franz Michael Escher freiwillig sein Amt zur Verfügung stellte. Am 18. Dezember war von der Aufsichtsbehörde eine Mitgliederversammlung einberufen worden, bei der Regierungsassessor Schrang, Kreisbrandinspektor Kraft, Gau-Bischofsheims neuer Bürgermeister Kail-Jakob Gerhard, Beigeordneter Knab sowie die Wehr teilnahmen, Bei einer Wahl entschieden sich die Kameraden für Karl Göth als neuen Kommandanten. Nach den Bestimmungen der Brandschutzordnung wählte dann der Gemeinderat von Gau-Bischofsheim am 19. Dezember Karl Göth zum ersten Kommandanten. Das sehr bewegte Jahr endete für die Gau-Bischofsheimer Feuerwehr am 27. Dezember mit der Generalversammlung. In dieser Versammlung wurde Paul Haus zweiter Kommandant und zugleich Kassenverwalter, Peter Kimmes Zeugwart, Emmi Worf Vereinsdienerin und Heinz Behlendorf Schriftführer.

1953 In einer Versammlung im Februar ernannte man einige Feuerwehkameraden zu Oberfeuerwehrmänner. Dies waren Hans Knab, Franz Gruszczynski und Heinz Behlendorf. Angeschafft wurden in diesem Jahr eine Sanitätstragetasche, 105 Meter C- und 20 Meter B-Schlauch sowie 2 Schutzanzüge. / Bei der Abschlussübung im November hatte man angenommen, dass in der Scheune von Johann Kimmes Erben während der Kaffeezeit ein Brand ausgebrochen war.

1954 In einer Mitgliederversammlung wurden die Anschaffungen für das laufende Jahr festgelegt. Man war der Meinung, 10 Meter B-Schlauch. 1 A-Schlauch sowie diverse Stablampen anschaffen zu müssen. Der Rest der Beschaffungsgelder, so beschlossen die Kameraden, soll für Uniformen, die bis zum 75jährigen Jubiläum 1956 angeschafft werden sollen, Verwendung finden.

Die Abschlussübung für das laufende Jahr war auf den 28. November terminiert. Dieses mal hatte man angenommen, dass im Kelterhaus des Anwesens Friedrich Schreiber, bedingt durch einen Kurzschluss, ein Feuer ausgebrochen war.

Am 2. Weihnachtsfeiertag trat die Gau-Bischofsheimer Feuerwehr wieder mit einem Jahreskonzert an die Öffentlichkeit. Im Saalbau Henrich wurde im Rahmen des Programms das Volksstück "Wenn die Weihnachtsglocken läuten" aufgeführt.

1955 Am 29. Januar bekam die Freiwillige Feuerwehr der Gemeinde Gau-Bischofsheim mit Paul Haus einen neuen Kommandanten, der anläßlich der Generalversammlung gewählt wurde. Zweiter Kommandant wurde Anton Knab. Weiterhin beschlossen die Kameraden 45 Meter C-Schlauch anzuschaffen. Bei der Abschlussübung des Jahres hatte man angenommen, dass an Anwesen Peter Heinrich Knab ein Dachstuhlbrand ausgebrochen war. Erstmalig nimmt Kreisbrandinspektor Strub aus Nierstein, zusammen mit Bürgermeister Karl-Jakob Gerhard, die Übung ab,

1956 Das Jubiläumsjahr 1956, die Gau-Bischofsheimer Feuerwehr wurde 75 Jahre alt, begann zunächst am 19. Januar für die Kameraden mit der jährlichen Generalversammlung.

Mehrere Versammlungen folgten, die fast ausschließlich das Programm des Festes, welches vom 30. Juni bis 1. Juli gefeiert werden sollte, auf der Tagesordnung hatten. Trotz dieser vielen Arbeiten hatten es sich die Feuerwehrkameraden nicht nehmen lassen auch 1956 eine Familienfeier Jahreskonzert durchzuführen, die am 2. Osterfeiertag stattfand. Innerhalb des Programms kamen das Lustspiel "Der tolle Schuster, oder wie man böse Weiber kuriert" sowie der Einakter "Der Feuerwehrmann" zur Aufführung. Der finanzielle Überschuss dieser Familienfeier wurde für die Anschaffung von Glocken für die katholische Pfarrkirche St. Petrus zur Verfügung gestellt. Dann kamen endlich die Tage des großen Jubiläums. Am 30.Juni um 18 Uhr versammelten sich die Feuerwehr mit den Festdamen, den Ortsvereinen sowie Ortsvorstand (Gemeindeverwaltung und Gemeinderat sowie Bürgermeister) und ein großer Teil der Bevölkerung um sich zur Totenehrung auf den Friedhof (heute alter Friedhof, Steigstraße) zu begeben. Umrahmt wurde die Ehrungsfeierlichkeit von der Feuerwehrkapelle Bodenheim und durch den Gesangverein "Liederkranz" Gau-Bischofsheim.

Um 20 Uhr eröffnete die Bodenheimer Feuerwehrkapelle den Festkommers. Festdamen (Frl. Marlies Kron sprach den Prolog), Liederkranz, der Radfahrverein Selzen, der Turnverein Gau-Odernheim und Horst Rüther (Städt. Bühnen Mainz) wirkten mit. Die Festrede hielt der Gau-Bischofsheimer Landtagsabgeordnete und Schirmherr des Jubiläums Fritz-Rudolf Schultz. Die Ortsvereine beglückwünschten die Wehr, die Festdamen überreichten eine Schleife für die Fahne.

Am Sonntag, dem 1. Juli, war um 8 Uhr ein Festgottesdienst in der katholischen Pfarrkirche St. Petrus. Um 9.30 Uhr wurde eine Brandangriffsübung (Anwesen Schultz) unter der Anwesenheit von Regierungsassessor Schrang und Sachbearbeiter Röchl durchgeführt; beide Herren zollten der Wehr Lob und Anerkennung. Nachmittags um 14 Uhr fand der Festzug durch die geschmückten Ortsstraßen statt. Beteiligte Festdamen, Ortsvereine, die auswärtigen Wehren und der Fanfarenzug Mainz-Weisenau. Um 15.30 Uhr war dann die akademische

Feier, bei der auch die Ehrung der Jubilare vorgenommen wurde. Bürgermeister Karl-Jakob Gerhard hieß alle willkommen; die Präsidentin der Festdamen Karla Knußmann sprach einen Prolog. Der Kreisdeputierte Josef Völker nahm dann die Ehrung der Jubilare vor. Es erhielten die goldene Nadel Matthias Becker, Franz Michael Knab, Georg Knußmann und Kaspar Reitz II. Die silberne Nadel bekamen Peter Kimmes, Johann Kimmes, Franz Knab, Peter Martin Knab und Peter Zimmermann. Georg Knußmann dankte im Namen aller Jubilare. Am Jubiläum teilgenommen haben die Wehren aus Bodenheim, Ebersheim, Berufsfeuerwehr Mainz, Nackenheim, Nierstein, Mainz-Weisenau, Zornheim sowie Harxheim. Die Gemeinde Gau-Bischofsheim stattete ihre Feuerwehr "mit neuen Uniformen sowie 40 Meter B-Schlauch" aus. Die Festansprache hielt Fritz-Rudolf Schultz. Weiterhin wirkten an der Feierlichkeit mit: Feuerwehrkapelle Bodenheim, Gesangverein "Liederkranz" Gau-Bischofsheim, Bariton Ludwig Flauaus, der Radsportverein Selzen und die Akkordeonfreunde Bodenheim/Gau-Bischofsheim.

Bei einer Kommandositzung im Juli beschlossen die Kameraden einen Jahressausflug in den "Pfälzer Wald" zu unternehmen. Des weiteren wurden die ersten Resümees des jubelfestes gezogen. Ganz besonderen Dank sprach hierbei das Kommando dem Lehrer Jakob Schulz und dem Kommandanten der Freiwilligen Feuerwehr Nackenheim Martin Schneider aus, ohne deren tatkräftige Hilfe das Fest keinen so erfolgreichen Verlauf genommen hätte, wobei ganz besonders die Chronikarbeiten von Schulz besondere Würdigung fanden. Mit der

Abschlussübung am 25. November endete das Jahr 1956, das Jahr des 75jährigen Jubiläums.

1957 Im Januar löste Hans Escher als Schriftführer seinen Vorgänger Heinz Behlendorf und dessen Stellvertreter Peter Kimmes ab. Der erste Kommandant Paul Haus und dessen Stellvertreter Johann Anton Knab waren auf 5 Jahre gewählt worden, dies hatte inzwischen das Landratsamt (heute Kreisverwaltung) bestätigt und entsprach auch der Landesbrandordnung. Weiterhin blieben Kassierer Karl Göth und ebenso die Löschmeister Franz Knab. Peter Knab und Hans Sigmund als Gruppenführer im Kommando. Der Antrag auf Anschaffung einer Sirene wurde sehr lebhaft begrüßt. Außerdem war festgestellt worden, dass die Motorspritze in einem desolaten Zustand war, daher beantragten die Wehrmänner eine neue.

In diesem Jahr nahm die Feuerwehr am 75jährigen Stiftungsfest in Essenheim teil und der Jahresausflug am 17. Juni führte nach Heidelberg.

Auch bei der Abschlussübung am 16. November zeigte sich das Fehlen einer Sirenenanlage als Manko; die Anschaffung einer neuen TS 8 (Tragkraftspritze) wird als notwendig erachtet. Das Jahr endete mit einem Schulungskurs in Gau-Bischofsheim an dem noch die Wehren aus Bodenheim und Harxheim teilnahmen.

1958 In der Generalversammlung wurde Peter Worf neuer Zeugmeister, da sein Vorgänger Peter Kimmes aus Altersgründen seine aktive Zeit in der Wehr beendet hatte. Brandmeister Kaspar Reitz II und Franz Michael Knab ernannte man in dieser Versammlung zu Ehrenmitgliedern, den ehemaligen Kommandanten Georg Knußmann ernannten die Kameraden zu ihrem Ehrenkommandanten. Die Anschaffung einer Sirene sowie ein doppeltes B-Standrohr und 2 B-Schläuche wurden für notwendig befunden. / Die im November 57 beantragte neue TS 8 konnte eine Abordnung der Wehr am 3 1. März in Oppenheim in Empfang nehmen. / Der Jahresausflug ging diesmal nach Cochern an der Mosel.

Nach der Abschlussübung Anfang Oktober 58, legte am 18, dieses Monats Kommandant Paul Haus sein Amt nieder. Einstimmig wählten die Kameraden Alfons Ginz zum neuen Kommandanten der Freiwilligen Feuerwehr Gau-Bischofsheim.

Im Rahmen der Bedarfsplanung beantragte man noch 2 B-Schläuche. 1959 Wiederum beanstandete die Feuerwehr anläßlich ihrer Generalversammlung am 10. Januar das Fehlen einer Sirenenanlage. Weiterhin stellte man den Antrag, ein doppeltes B-Standrohr, ein Steigeisen mit Gurt, 2 Dachleitern, 2 Sturmlaternen sowie eine Reisleine anzuschaffen. / Am 10. März nahm eine Abordnung der Feuerwehr am Kreisfeuerwehrtag in Oppenheim teil und der Jahressausflug führte am 17. Juni nach Straßburg. / Erstmalig ertönte die örtliche neue Sireneanlage, als am 7. November zur Abschlussübung alarmiert wurde; die Übung nahmen Bürgermeister Gerhard und Kreisbrandinspektor Strub ab.

1960 Am 23. Januar beantragte die Wehr, eine 10 Meter-Kette 4 Mundschutz- oder Gasmasken, 4 Schlauchbinder, 1 Handfeuerlöscher, 2 Lampen sowie einige Äxte anzuschaffen. / Der Jahresausflug führte in den Vogelsberg. / Auf Anregung des stellvertretenden Kommandanten Johann Anton Knab wurde die Gemeindeverwaltung darum gebeten, sich für die Anschaffung eines Leichenwagens, welcher von Hand gezogen werden könne, einzusetzen.

Bei der Abschlussübung am 27. November lobte Kreisbrandinspektor Strub die Schnelligkeit sowie die gute Ausrüstung der Gau-Bischofsheimer Feuerwehr.

In der Nacht zum 29. Dezember, 1.30 Uhr, wurde die Feuerwehr sowie die ganze Bevölkerung durch das Heulen der Sirene aus dem Schlafe geweckt. Der westliche Himmel über der Gemeinde Gau-Bischofsheim war rot gefärbt, da die Feldscheune von Mathias Becker oberhalb des alten Friedhofes (damals der einzige Friedhof in der Gemeinde) in hellen Flammen stand. Sofort rückte der Hydrantenwagen aus und legte eine Leitung vom Hydrant bei dem Anwesen 9 (Deyer) in der Steigstraße nach der Brandstelle. Beim Eintreffen an der Brandstelle

war der Brand bereits soweit fortgeschritten, dass die Motorgruppe, welche in der Zwischenzeit eingetroffen war, nicht mehr eingesetzt wurde. Die Wasserdruckverhältnisse waren durch die ungünstige Lage des Hydranten sowie des Wasserreservoirs nicht besonders gut. Wenn man noch eine Rettung für die Scheune hätte unternehmen können, dann hätte man den Motor in Zwischenschaltung vor den Hydranten genommen, um so den Wasserdruck noch zu erhöhen. Bedingt jedoch durch den schon weitfortgeschrittenen Brand, genügte eine Leitung zur Abschirmung der angrenzenden Gebäude des Gau-Bischofsheimer Turn- und Sportvereins (ehemaliges Sportgelände "Am Marienbild"). Das Feuer war, wie später festgestellt wurde, durch Brandstiftung entstanden.

1961 Das Jahr begann für die Freiwillige Feuerwehr damit, als am 15. Januar die Abrechnung der Kreisfeuerwehrsterbekasse stattfand. Bürgermeister Gerhard und Ehrenkommandant Knußmann hießen die

Gäste, unter ihnen auch der Landesbrandinspektor Dr. Schäfer, herzlich willkommen. Die Feuerwehrkapelle Bodenheim umrahmte die Versammlung musikalisch. / Anlässlich dieser Generalversammlung hatte die Berufsfeuerwehr aus Mainz Kommandant Ginz angeboten, einen gebrauchten Mannschaftswagen zu übernehmen. Bei der Generalversammlung der Feuerwehr am 25. Februar kam dies nun zur Sprache und Bürgermeister Gerhard versprach in dieser Angelegenheit mit der Berufsfeuerwehr Mainz zu verhandeln.

Der Jahresausflug führte in diesem Jahr an den Edersee. / Am 75-jährigen Jubiläum der Feuerwehr in Nieder-Olm

im Juli nahmen die Kameraden teil. Betreffend des oben erwähnten Mannschaftswagens teilte Kommandant Alfons Ginz in einer Sitzung am 29. April mit, dass die Verhandlungen von Bürgermeister Gerhard mit der Mainzer Berufsfeuerwehr soweit abgeschlossen seien und der Mannschaftswagen in den nächsten Tagen in Gau-Bischofsheim eintreffen werde. Der "antiquarische" Wagen kostete 250 Mark. Die Abschlussübung fand am 3. Dezember statt.

In Ebersheim fand um den 25. November eine Übung sämtlicher Feuerwehren der Umgebung statt, bei der ein Einsatz anläßlich eines angenommenen Flugzeugabsturzes gelobt wurde. Die Gau-Bischofsheimer Feuerwehr hatte an dieser Übung jedoch nicht teilgenommen, da nur 2 bis 3 Mann zur Stelle gewesen waren. Schlimmerweise hatte man noch versäumt eine "Entschuldigung" durchzugeben, so dass dem damaligen Landrat Rieg nichts anderes übrig blieb, als ein Disziplinarverfahren in die Wege zu leiten.

Doch der Verlauf dieser Maßnahme sollte eine schnelles Ende finden, als am 4. Dezember, um die Mittagszeit, der Ernstfall eintraf. Verschiedenen Einwohnern war ein ziemlich tieffliegendes Flugzeug (Boeing 720 B), die anschließende Explosion sowie der Rauch auf der westlichen Höhe von Gau-Bischofsheim (Richtung Ebersheirn, Ebersheimer Gemarkung). aufgefallen. Durch einen Feuerwehrmann wurde der Alarm ausgelöst. Alle anwesenden Wehrmänner, darunter viele Opel-Arbeiter, die auf den Bus zur Spätschicht warteten und so auch nicht mehr zur Arbeit brauchten, wie sich herausstellen sollte, eilten sofort an das Gerätehaus.

Brandmeister Johann Anton Knab übernahm das Kommando und fuhr sofort mit seinem Unimog und ein paar Mann zur Unglücksstelle, um die Lage zu erkunden. Der Rest der Wehr rückte mit dem Mannschaftswagen, den die Feuerwehr im Laufe des Sommers erhalten hatte, nach. Als erste Wehr überhaupt war somit die Gau-Bischofsheimer Feuerwehr an der Unglücksstelle.

Hier bot sich ein grauenhaftes Bild. Eine Maschine der Deutschen Lufthansa hatte einen tiefen Krater durch die Explosion in den Boden gerissen. Die Einzelteile lagen weit verstreut in der Gegend. Bürgermeister Gerhard, der das Flugzeug ebenfalls beobachtet hatte, kam auch an die Unfallstelle. Die Feuerwehr selbst konnte nur noch die Unfallstelle absperren, um die inzwischen sehr vielen Neugierigen, fernzuhalten. Nach dem Eintreffen von Sachverständigen des Rhein-Main-Flughafens in Frankfurt sowie aus einigen Bordpapieren, welche noch verhältnismäßig gut erhalten waren, konnte rekonstruiert werden, dass die Maschine 12.25 Uhr in Frankfurt gestartet war und bereits um 12.28 explodierte. Das Flugzeug befand sich auf einem Testflug und war mit

3 Mann besetzt gewesen, die alle den Tod fanden. Als Glück wurde später bezeichnet, dass die Piloten die Maschine noch über Gau-Bischofsheim hatten wegfliegen können.

Einige Tage später verlas der Kommandant in einer Kommandositzung ein Schreiben der Kreisverwaltung. Hier hieß es: "Bei der Flugzeugkatastrophe, die sich in der Gemarkung Ebersheim ereignete, wurde durch schnelles Handeln die Einsatzbereitschaft der Freiwilligen Feuerwehr Gau-Bischofsheim unter Beweis gestellt. Sie war als erste Wehr an der Absturzstelle eingetroffen und hat in vorbildlicher Weise ihre Hilfe zuteil werden lassen. Für diese hervorragende Leistung spreche ich allen Männern der Feuerwehr Dank und Anerkennung aus", gez. Rieg (Landrat).

1962 In der Generalversammlung am 27. Januar wiesen die Wehrmänner darauf hin, dass in der "Neustadt" (mundartlich genannter neuerer Ortsteil von Gau-Bischofsheim, Richtung Bodenheim) eine Wasserstelle errichtet werden müßte, da im Ernstfalle hier das Wasser nicht ausreiche, Einige Kameraden übernahmen den Bau der Wasserstelle, die am Zimmergeschäft Knab im Abflussgraben eingerichtet wurde.

Im Jahre 62 nahm die Wehr an den Feuerwehrfesten in Ebersheim und Zornheim teil. / Anlässlich eines Schulungsabends beschloss man, den diesjährigen Jahresausflug nach dem Aartal zu unternehmen, Im Laufe des Sommers sollen Uniformhemden mit Krawatten angeschafft werden. /Am 26., 27, und 28. Mai feierte der Gesangverein "Liederkranz Gau-Bischofsheim sein 50jähriges Bestehen. Die Feuerwehr übernahm hierbei sämtliche Brandwachen im Festzelt. Als Geschenk stifteten die Kameraden den Chor "Alte Weiber". Auch am Festzug durch die geschmückten Straßen des Dorfes nahm die Wehr aktiv teil. / Erstmalig war bei einer Abschlussübung am 24. November der Versuch unternommen worden gemeinsam mit 4 Feuerwehren aus Lörzweiler, Harxheim, Mommenheim und Gau-Bischofsheim eine Übung durchzuführen. Die Gau-Bischofsheimer mussten daher nach Mommenheim zum Einsatz fahren.

1963 Am 26. Januar wurde beschlossen weitere Uniformen und diverses Schlauchmaterial anzuschaffen. Neue Unterkassiererin wird Käthi Gruszczynski. Die derzeitige Stärke der Wehr besteht aus 26 Aktiven,

In den Abendstunden des 20. Mai heulte die Sirene und rief die Feuerwehr zur Brandstelle Rochus Rösch in der Steigstraße. In der Scheune war ein Brand ausgebrochen, der, wie es sich dann herausstellte, auf Brandstiftung zurückzuführen war, Herr Rösch selber hatte als erster den Brand gegen 22. 15 Uhr entdeckt. Er veranlasste den Alarm, welcher dann von Brandmeister Knab ausgelöst wurde. Sofort eilten die Wehrmänner, nach dem sie am Gerätehaus eingetroffen waren, zur Brandstelle. Inzwischen stand die Scheune fast vollkommen in Flammen. Sofort wurden die Leitungen zur Bekämpfung des Feuers gelegt. Dabei kam die TS 8 zum Einsatz, die mit 3 Leitungen ausgestattet wurde. Auch die Hydrantengruppe versuchte sich mit 2 Schlauchleitungen. In der Zwischenzeit konnte unter der Beteiligung der Bevölkerung das Vieh und einige landwirtschaftliche Geräte in Sicherheit gebracht werden. Um ein Übergreifen des Feuers auf das Wohnhaus sowie auf die angrenzenden Nachbargrundstücke zu verhindern, waren die Wehren aus Lörzweiler, Bodenheim, Oppenheim, Nieder-Olm sowie auch die Mainzer Berufsfeuerwehr alarmiert worden, War auch die Scheune des Besitzers nicht mehr zu retten, so konnte doch ein weiteres Übergreifen des Feuers auf die Nachbargrundstücke verhindert werden. Brandwache war auch am folgenden Tag gestellt worden. Den bei dem Einsatz beteiligten auswärtigen Wehren gingen vom Kommando aus Dankschreiben zu.

Der Ausflug in diesem Jahr führte ins Lahntal und am 7. Juli nahm die Wehr, am Kreisfeuerwehrtag in Seeheim teil. / Die Abschlussübung am 9. November fand dann in Gau-Bischofheim statt. / Mit einer schlechten Nachricht überraschte Bürgermeister Gerhard anläßlich einer Besprechung des Kommandos am 20. November, als er bekannte, der Mannschaftswagen war vom TÜV nicht mehr als einsatzfähig erklärt worden. Man beschloss daher den Wagen noch einmal untersuchen zu lassen, ob eine Reparatur überhaupt noch rentiere.

1964 Am 25. Januar wird Peter Philip Knab zum neuen stellvertretenden Kommandanten gewählt, da sein Vorgänger Johann Anton Knab aus gesundheitlichen Gründen sein Amt zur Verfügung gestellt hatte. Das Kommando allgemein wird in dieser Sitzung auf weitere 5 Jahre bestätigt. Neuer Löschrneister wird Karl-Heinz Göth und Peter Worf Zeugwart. / Bei der erneuten Überprüfung des Mannschaftswagens hatte man festgestellt, dass eine Instandsetzung nicht in Frage komme. Bürgermeister Gerhard machte daraufhin den Vorschlag, in einem Schreiben an die Gemeinde, die Anschaffung eines neuen Fahrzeuges zu beantragen. / Beim Kreisfeuerwehrtag am 20. und 21. Juni in Hechtsheirn nimmt die Wehr teil. / Gemeinsam mit dem örtlichen Gesangverein "Liederkranz" unternehmen in diesem Jahr die Kameraden einen Schiffsausflug nach St. Goar. / Erstmalig veranstaltete man am 8, August auf der alten Dorfwiese (heute Rüsterstraße) ein Sommernachtsfest. / Am 16. November fand am "Dreigemeindeeck" (Küchelberg) eine Katastrophenübung statt, zu der Landrat Rieg die Feuerwehren aus Lörzweiler, Harxheim und Gau-Bischofsheim alarmierte; das THW Mainz eilte ebenfalls zur Hilfe. / Das Ehrenmitglied Franz Michael Knab wurde am 27. November zu Grabe getragen. Knab war am 1. Mai 1904 in die Wehr eingetreten und war Träger des goldenen Feuerwehr-Ehrenzeichens. / Anlässlich der Abschlussübung am 28. November zeigte die Wehr einen Einsatz bei einem angenommenen Heizölbrand. Bürgermeister Gerhard brachte im Anschluss hierbei zum Ausdruck, dass nicht nur ein neues Fahrzeug für die Feuerwehr notwendig sei, auch müsse in absehbarer Zeit der Bau eines neuen Gerätehauses erfolgen. Feuerwehrmann Anton Escher bekam das silberne Ehrenzeichen.

1965 Hauptdiskussionspunkt der Generalversammlung des Jahres 1965 im Januar war der Bau eines neuen Spritzenhauses und die Anschaffung eines neuen Fahrzeuges. Am Feuerwehrfest in Trebur nahm die Gau-Bischofsheimer Feuerwehr teil und für das Sommernachtsfest am 3 1. Juli war in Selbsthilfe ein Tanzboden erarbeitet worden. /Der Ausflug des Jahres führte in den Odenwald zum Katzenbuckel. / Anlässlich der Abschlussübung am 17. November verabschiedete sich Kreisbrandinspektor Strub von der Gau-Bischofsheimer Feuerwehr. Bei der Übung selbst konnte nur eine "theoretische Trockenübung im Saale" durchgeführt werden, da die Straßen der Gemeinde Gau-Bischofsheim durch Kälteeinbruch, in Verbindung mit sehr starken Regen, total vereist waren.

1966 Am 22. Januar berichtete Bürgermeister Gerhard über die Planungen zum neuen Gerätehaus, welches im Hof der "neuen Schule" (heute Hof der Gemeindeverwaltung) entstehen wird. Nach der Fertigstellung will man sich um die Anschaffung eines neuen Fahrzeuges bemühen.

Ehrenkommandant Georg Knußmann wurde am 5. Februar zu Grabe getragen. Er war 1905 in die Feuerwehr eingetreten, von 1937 bis 1945 Kommandant gewesen und war Träger des silbernen und goldenen Feuerwehr-Ehrenzeichens.

Die Aktivitäten um die Aktion "Unser Dorf soll schöner werden", die damals im ganzen Landkreis losgingen, machten sich auch in der Gemeinde Gau-Bischofsheim bemerkbar, als Lehrjakob Schulz zu einem Gespräch mit sämtlichen Ortsvereinen eingeladen hatte. Hierbei erklärte sich die Wehr bereit, den Kirschgarten in Ordnung zu bringen, was am 30. April erfolgte. / Im Mai eifolgte im Hof der neuen Schule der Abriss der alten Nebengebäude, an deren Platz das neue Spritzenhaus entstehen soll. / Bei der Abschlussübung am 20. November stellte sich der neue stellvertretende Kreisbrandinspektor Beckhaus aus Budenheim vor, der in Vertretung des neuen Kreisbrandinspektors Plattner (Nieder-Olm) gekommen war um mit Bürgermeister Gerhard die Übung abzunehmen. Anschließend erhielten aus der Hand von Kreisdeputierten Josef Völker aus Oppenheim Franz Knab für 40jährige Dienstzeit, Brandmeister Knab und Schriftführer Escher für 25 Jahre Dienst, das silberne Feuerwehr-Ehrenzeichen.

1967 Am 28. Januar gab Bürgermeister Gerhard zu verstehen, dass das neue Gerätehaus bald bezugsfertig sei, und mit dem Eintreffen des neuen Löschfahrzeugs, das, wie man nun in der Generalversammlung erfuhr, inzwischen bestellt worden war, gerechnet werde. / Das neue Tragkraftspritzenfahrzeug konnte am 16. Juni von Bürgermeister Gerhard und Gruppenführer Göth in Empfang genommen werden. / Der Jahressausflug am 17. Juni führte nach Maria Laach. / In Nackenheim nahm die Feuerwehr am 75jährigen Bestehen der dortigen Wehr teil, welches am 9. Juli gefeiert wurde. / Anlässlich der 1200 Jahrfeier der Gemeinde Harxheim beteiligten sich die Kameraden an einer größeren Angriffsübung, an der Wehren aus der näheren Umgebung teilnahmen. / Das Sommernachtsfest am 22, Juli fand auf dem neuen Schulhof, der erst vor wenigen Tagen eingeweihten neuen Schule in der Schulstraße, statt.

Am 30. Dezember fand im Rahmen der Einweihung des neuen Gerätehauses sowie der offiziellen Übergabe des neuen Löschfahrzeuges die Abschlussübung statt. Pünktlich trat die Wehr am neuen Gerätehaus an. Weiter waren erschienen erster Kreisdeputierter Völker, Kreisamtmann Ludwig, in Vertretung von Bürgermeister Gerhard Beigeordneter Gasch, die Herren des Gau-Bischofsheimer Gemeinderates, die Geistlichen beider Konfessionen sowie die Kreisbrandinspektoren Plattner und Beckhaus. Nachdem der Gau-Bischofsheimer Beigeordnete alle Anwesenden begrüßt hatte übergab er den Schlüssel für das neue Gerätehaus der Feuerwehr. Die Herren des Landratsamtes sowie der Kreisbrandinspektor brachten zum Ausdruck, dass sie gerne zu diesem Anlass nach Gau-Bischofsheim gekommen seien. Sie wünschten der Wehr alles erdenklich Gute, und weiter wurde zugesichert, dass von Seiten des Kreises mit weiterer Unterstützung gerechnet werden könne. Pfarrer Bruno Panus von der katholischen Pfarrgemeinde St. Petrus nahm anschließend die Weihe des neuen Fahrzeuges vor. Pfarrer Prof. Dr. Georg Wild von der evangelischen Kirchengemeinde schloss sich in einer kurzen Ansprache den Vorrednern an und er wünschte der Wehr alles Gute für die schwere Verantwortung, die sie zu tragen habe. Kommandant Ginz dankte allen Anwesenden und besonders der Gemeinde Gau-Bischofsheim, die keine Mühe gescheut habe, die Wehr ausrüstungsmäßig auf diesen Stand zu bringen. Als Übung selbst fand dann im Anschluss eine Schulübung statt. Der Tag endete mit einem gemütlichen Beisammensein im Gasthaus Markloff in der Bahnhofstraße.

1968 Am 17. Februar zog sich Peter Ph. Knab aus dem aktiven Dienst in der Feuerwehr zurück, der er 25 Jahre angehört hatte. Bei den durchgeführten Neuwahlen bleibt Alfons Ginz Kommandant, sein Stellvertreter wird Hans Sigmund, Schriftführer Hans Escher, Kassierer Karl Göth und Zeugmeister Peter Worf werden bestätigt. Neuer Gruppenführer wird Philipp Becker, der damit Karl-Heinz Göth ablöste. Ebenfalls schied Franz Knab, wegen Erreichen der Altersgrenze, aus dem aktiven Dienst aus. Sein Nachfolger als Löschmeister wird Manfred Müller, der auch verantwortlich für das Löschfahrzeug sein wird. / Es wird in der Generalversammlung weiter beschlossen für das neue Gerätehaus einen Trockenschrank für nasse Schläuche anzuschaffen. / In der Zeit des August und September muß die Feuerwehr mehrmals ausrücken um Keller in Gau-Bischofsheim leerzupumpen, da sich, durch die großen Regenfälle in dieser Zeit, viele Keller mit Regen- und Grundwasser gefüllt hatten. Wegen der großen Glätte der Straßen in Gau-Bischofsheim konnte die Abschlussübung am 29. Dezember wieder nur als "theoretische Übung" im Schulsaal durchgeführt werden.

1969 Am 18. Januar werden Mathias Wenzler und Peter Gruszczynski neue Zeugmeister. / Der Jahresausflug arn 17.JuniführteindiePfalz. Der Kreisfeuerwehrtag des Kreises Groß-Gerau in Astheim am 6. Juli wurde besucht. / Kreisbrandinspektor Plattner hatte für den 17. Juli im Bodenheimer Industriegebiet zu einer größeren Übung alarmiert, wobei die Gau-Bischofsheimer Feuerwehr nach 13 Minuten zur Stelle war. / Am 11. August wurde unter der Beteiligung eine Abordnung der Wehr das Ehrenmitglied Matthias Becker zu Grabe getragen. Becker war 1908 in die Gau-Bischofsheimer Feuerwehr eingetreten und war seit 1953 Ehrenmitglied gewesen. / Die Abschlussübung des Jahres 1969, zu der erstmalig der neue Gau-Bischofsheimer Bürgermeister Karl-Heinz Göth sowie Kreisbrandinspektor Plattner den Alarm gegeben hatten, wurde an der neuen Schule in der Schulstraße durchgeführt.

1970 Das Jahrzehnt der 70er Jahre begann für die Freiwillige Feuerwehr der Gemeinde Gau-Bischofsheim mit der gewohnten Generalversammlung am 24. Januar. schon vor dieser Versammlung hatte der Schriftführer Hans Escher aus beruflichen Gründen den aktiven Dienst in der Wehr aufgeben müssen und wollte auch das Amt des Schriftführers an einen Kameraden übergeben. Da aber in der Versammlung kein Nachfolger gefunden werden konnten erklärte sich Escher bereit das Amt noch ein Jahr auszuüben. Hans Michel wählten die Kameraden als neuen stellvertretenden Kommandanten. / Die große Hochwassergefahr des Rheins in den Nachbargemeinden Bodenheim und Nackenheim machte es notwendig, dass die Feuerwehr am 25. Februar abends zum Katastrophenalarm nach Nackenheim gerufen werden musste. /

Am 2. März fand, ebenfalls in Nackenheirn, die Beerdigung von Johann Kimmes statt. Kimmes war von 1920 bis 1947 aktives Mitglied in der Feuerwehr Gau-Bischofsheim gewesen und hatte in der Zeit von 1945 bis 1947 als Kommandant vorgestanden. / Anlässlich des goldenen Ehejubiläums von Brandmeister Peter Kimmes am 24. Mai gratulierte die Wehr. / Am 24. Mai gab die Feuerwehrkapelle aus Bodenheim auf dem Schulhof der neuen Schule ein Platzkonzert. / Im Juli gab es wieder einige Unwetter, so dass die Wehr in Bodenheim und Gau-Bischofsheim zum Einsatz kam. / Am 12. Juli wurde Oberlehrer Jakob Schulz verabschiedet; auch hier beteiligte sich die Feuerwehr. Schulz, der in den Ruhestand trat, zog in der Folgezeit aus Gau-Bischofsheim weg nach Mainz-Laubenheim, wo er durch seine vielfältigen Arbeiten, betreffend der Geschichte von Gau-Bischofsheim, noch immer mit der Weinbaugemeinde eng verbunden ist. / Unter der Anwesenheit von Kreisbrandinspektor Reckert, dessen Stellvertreter Plattner sowie Bürgermeister Karl-Heinz Göth führte die Feuerwehr am 5, Dezember die Jahresabschlussübung durch, 1971 Am 23. Januar beschloss bei einer Zusammenkunft das Kommando der Feuerwehr Gau-Bischofsheim einen Geldbetrag für die Opfer der Alzeyer Brandkatastrophe zu überweisen; auch die Gemeinde beteiligt sich. / Am 13. März wird Ewald Brenner als neuer Schriftführer gewählt. / Die Ortsgemeinde will eine neue TS 8 anschaffen; die Übergabe ist am 26. September zusammen mit einer neuen Schlamm-Pumpe. / Am Feuerwehrfest (100jahre) in Mainz-Finthen nimmt die Wehr am 2. Mai teil. / Auch der Sport kommt in diesem Jahre nicht zu kurz, denn die Kameradenmannschaft spielt am 4. Juli gegen Ober-Olm mit einem Endstand von 2:2 Toren. / Am 30. Oktober, bei der goldenen Hochzeit von Ehrenmitglied Kaspar Reitz II, gratulierten die Feuerwehrkameraden. / Anlässlich der Abschlussübung am 20. November werden "In den Borngärten" beide TS 8 zum Einsatz gebracht. Bei dieser Gelegenheit überreicht der stellvertretende Kreisbrandinspektor Plattner im Beisein von Beigeordneteren Jungbluth an Hermann stark für 25jährige aktive Tätigkeit das silberne Ehrenzeichen.

1972 Am 21. Januar wurde beschlossen, das Schlauchmaterial zu erweitern und ein Druckminderungsventil anzuschaffen. / Zum 100jährigen Bestehen der Feuerwehr in Bacharach fahren die Gau-Bischofsheimer Feuerwehrkameraden dorthin. / Die Abschlussübung am 30. September wird in Harxheim in Zusammenarbeit mit den Wehren der Verbandsgemeinde Bodenheim durchgeführt.

1973 Am 10. Februar werden in der Generalversammlung Neuwahlen durchgeführt. Kommandant Alfons Ginz, sein Stellvertreter Hans Michel und Schriftführer Ewald Brenner werden in ihren Ämtern bestätigt. Kassierer bleibt Karl Göth, Gruppenführer werden Erwi Pelzer und Toni Escher. Die Zeugwarte Mathias Wenzler und Peter Gruszczynski bleiben ebenfalls im Amt.

1974 Am Abend des 6. Januar gab die Sirene Feueralarm. In einem Haus an der Mündung der Steigstraße in die Rheinhessenstraße, das damals von türkischen Gastarbeitern bewohnt war, hatte es in einem Ölofen eine Explosion gegeben und das Zimmer hatte sofort in Flammen gestanden. Die Feuerwehr hatte vom Baugebiet "In den Borngärten" eine Schlauchleitung über den damaligen Sportplatz zum Brandherd gelegt. Bei der Löschaktion wurden die Kameraden von der Freiwilligen Feuerwehr Bodenheim und der Berufsfeuerwehr aus Mainz tatkräftig unterstützt.

Nach 16jähriger Tätigkeit legt Kommandant Alfons Ginz in der Generalversammlung am 30. Januar sein Amt nieder. Ginz bedankt sich bei allen, für die immerwährende gute Unterstützung. Bei der Ortsgemeinde bedankt sich der scheidende Kommandant für den neuen Schlauchwagen, welcher im Laufe des Jahres 1973 angeschafft wurde.

Unter der Leitung von Ortsbürgermeister Karl-Heinz Göth wird das neue Kommando gewählt, wobei Manfred Müller als neuer Kommandant der Gau-Bischofsheimer Feuerwehr nun vorstehen wird. Neuer Schriftführer wird Heinrich Knab, stellvertretender Kommandant bleibt Hans Michel, ebenso der Kassierer Karl Göth als auch die Zeugwarte Mathias Wenzler und Peter Gruszczynski. Toni Escher bleibt Gruppenführer, neu dazu kamen Philipp Becker und Schriftführer Knab. / Als erste Entscheidung beschließt das neue Kommando, im Beisein von Ortsbürgermeister Göth, einstimmig, Alfons Ginz zum Ehrenkommandanten der Freiwilligen Feuerwehr Gau-Bischofsheim zu ernennen. / Die eigentliche Ehrung fand dann am 22. März statt. Erschienen zu der Feier waren Kreisbrandinspektor Plattner, Ortsbürgermeister Karl-Heinz Göth, die aktiven Mitglieder der Wehr in Uniform sowie das ehemalige Kommando des Ehrenkommandanten.

Im Jahre 1974 feierte der Gau-Bischofsheimer Geselligkeitsverein "Fidele Brüder" sein 25jähriges Bestehen; die Feuerwehr überreicht hier ein Geldgeschenk. / Am 100jährigen Bestehen der Feuerwehr in Bodenheim wird ebenfalls teilgenommen. / Für eine Kaninchenausstellung des Gau-Bischofsheimer "P81" wird das Feuerwehrgerätehaus zur Verfügung gestellt. / Beim 80. Geburtstag von Peter Kimmes sowie bei der goldenen Hochzeit des ehemaligen Bürgermeister Peter Göth VI. am 14. Oktober überreichte die Wehr Geschenke. / Die Jahresabschlussübung am 5, Oktober findet am Anwesen von Ortsbürgermeister Karl-Heinz Göth statt. / Anlässlich einer Katastrophenübung des Malteser Hilfsdienstes in Gau-Bischofsheim, am Zimmergeschäft Knab, nimmt die Wehr aktiv teil,

1975 Für dieses Jahr beantragte das Kommando 1 Ladegerät, 1 Dachleiter sowie 1 neuen Feuermelder, für die Meldestelle an der Gemeindeverwaltung, anzuschaffen. / In der Generalversammlung am 14. Februar berichtete Kommandant Manfred Müller, dass im Zuge der Übergangsverordnung die Freiwillige Feuerwehr Gau-Bischofsheim in die Verbandsgemeinde Bodenheim übergegangen sei, ohne jedoch die Eigenständigkeit zu beeinflussen. Kommandant Müller (ab sofort "Wehrführer") gab der Hoffnung Ausdruck, dass alles so gut weitergehe, wie bei der Ortsgemeinde Gau-Bischofsheim, / Für die 25jährige aktive Mitgliedschaft in der Feuerwehr ehrte der Landrat des Kreises Mainz-Bingen Dr, Heribert Bickel Albert Reitz mit dem silbernen Ehrenzeichen. / Am 30. Mai stirbt Feuerwehrkamerad Hans Schnippering; Ehrenkommandant Alfons Ginz legt bei Schnipperings Beerdigung einen Kranz nieder. / Am Feuerwehrfest in Budenheim wird teilgenommen und am 16. und 16. Juni veranstaltet die Wehr wieder einmal ein Sommernachtsfest in Gau-Bischofsheim. / Im August und Semptember des Jahres musste die Wehr, bedingt durch Unwetter sowie bei einem Heizungsschaden, mehrmals ausrücken, um Keller Leerzupumpen. Die Ortsgemeinde Gau-Bischofsheim baut im Jahre 1975 eine neue Sporthalle; hier beteiligt sich die Wehr, wie alle anderen Ortsvereine, finanziell an der Anschaffung der Bestuhlung der neuen Halle. / Die Abschlussübung fand in diesem Jahr wieder in Harxheim statt und zwar am 18. September.

1976 Im Januar bei der Einweihung der neuerbauten Sporthalle der Ortsgemeinde Gau-Bischofsheim beteiligt sich die Feuerwehr. / Am 4, Februar war neben Ortsbürgermeister Karl-Heinz Göth, Kreisbrandinspektor Plattner, Verbandsbeigeordneter Kranz sowie der Verbandsgemeindewehrleiter Manfred Siebenhaar auch der Landrat Dr. Heribert Bickel anwesend, um die Kameraden Werner ginz und Franz Gruszczynski für ihre 25jährige Tätigkeit in der Feuerwehr mit dem silbernen Ehrenzeichen auszuzeichnen. Ebenfalls für 25jährige Tätigkeit wurde Kassierer Karl Göth vom Landrat geehrte. Göth war von 1952 bis 1955 Kommandant der Wehr gewesen und ist nun seit 20 Jahren ununterbrochen Kassierer. / Dem Verkehrsverein der Verbandsgemeinde wird am 1. März beigetreten. / Für das am 12. und 13. Juni veranstaltete Sommernachtsfest war erstmalig Autowerbung durchgeführt worden. / Am 16. Juni besuchten die Kameraden das 100jährige Bestehen der Feuerwehr in Heidesheim und die Verbandsgemeindeabschlussübung am 15. September war dieses mal in Bodenheim. / In der letzten Kommandositzung 1976 informierte Wehrführer Müller, dass die Wehren der Verbandsgemeinde mit Funkgeräten ausgestattet werden sollen, wobei der Anfang mit Bodenheim und Nackenheim gemacht werde. / Zu Einsätzen in diesem Jahr rief man die Wehr 5 mal zu Hilfe, als es galt 2 Flächenbrände, einen PKW-Brand und einen Brand in einer Gärtnerei zu löschen sowie einmal einen Keller auszupumpen.

1977 Bei den Neuwahlen am 27. Januar wird das Kommando im Amt bestätigt. Zweiter Gerätewart ist nun Franz Haus und zu Gruppenführern wählte man Philipp Becker, Franz Haus, Toni Escher und Heinrich Knab. / Am 10. Februar wurde das Ehrenmitglied Kaspar Reitz II zu OBM Tzl getragen. Kaspar Reitz war 66 Jahre Mitglied der Freiwilligen Feuerwehr Gau-Bischofsheim gewesen und hatte 1956 beim 75jährigen Jubiläum das goldene Ehrenzeichen erhalten. / Im Hinblick auf das 100jährige Bestehen der Gau-Bischofsheimer Feuerwehr machte sich das Kommando schon sehr früh Gedanken darüber, wie die Finanzen etwas zu verbessern seien. So beschloss das Kommando in der Sitzung am 10. März das Gau-Bischofsheimer Wappen als Autoaufkleber der Bevölkerung zum Kauf anzubieten. / Wieder fand in Gau-Bischofsheim am 30. April eine Katastrophenübung des Malteser Hilfsdienstes statt, wobei sowohl die hiesigen Feuerwehrkameraden als auch die Wehr aus Lörzweiler an der Großübung teilnahmen. / Nach dem Sommernachtsfest am 11. und 12. Juni fuhr die Wehr zum 90jährigen Bestehen der Feuerwehr Zornheim nach dort. / Im Juni erhielt die Wehr 26 neue Uniformen. 60jähriges Bestehen feierte die Harxheimer Wehr am 2. und 3. Juli, Wehrleiter Siebenhaar überreichte im Auftrage der Verbandsgemeinde Feuerwehren die Geschenke. / Einen Wappenteller überbrachte Wehrführer Müller den Ebersheimer Kameraden, die ihr 90jähriges Bestehen am 3. Juli mit einem Sommernachtsfest feierten. /Am 10. September weihten die Nackenheimer Kameraden ihr neues Gerätehaus ein, wo die Wehr teilnahm. Am 29. Oktober wurde eine "Bremsermusik" in der Sporthalle veranstaltet. / Die Abschlussübung in der Verbandsgemeinde war am 4. November in Bodenheim.

1978 Im Jahre der Fußballweltmeisterschaft wurde am 17. Februar beschlossen, wegen der Spieltermine kein Sommernachtsfest zu veranstalten. Weiterhin beschlossen die Kameraden einen Hydrantenplan von Gau-Bischofsheim anfertigen zu lassen. / Aus gesundheitlichen Gründen nimmt Wehrführer Müller einen längeren Kur- und Genesungsurlaub von der Feuerwehr. Der stellvertretende Wehrführer Hans Michel will in dieser Zeit der Vakanz alle Aufgaben übernehmen.

Weiterhin informiert Müller die Kameraden über die bereits laufenden vorbereitenden Arbeiten zum 100jährigen Bestehen der Gau-Bischofsheimer Feuerwehr 198 1. / An Einsätzen gab in diesem Jahr einige. So mussten mehr als 19 Keller ausgepumpt werden und ein Flächenbrand "In den Harxheimer Wiesen" galt es zu löschen. Am Wehr teil; Müller überreichte ein Geschenk. 100jährigen Bestehen der Feuerwehr Mainz-Weisenau nahm die 1979 In einer schon zum 26. Januar terminierten Generalversammlung war zu zu Meinungsverschiedenheiten zwischen Wehrführer Müller und dessen Stellvertreter Michel gekommen, mit dem Ergebnis, dass das gesamte Kommando zurücktrat, um bei einer Neuwahl durch die Kameraden eine eindeutige Klärung herbeizuführen, / In der zweiten Generalversammlung am 2. Februar waren Bürgermeister Gerhard Krämer, Ortsbürgermeister Karl-Heinz Göth und Wehrleiter Manfred Siebenhaar anwesend. Unter der Wahlleitung von Bürgermeister Krämer führte man die Neuwahlen durch. Wehrführer blieb Manfred Müller, sein Stellvertreter wurde Franz Haus, Schriftführer blieb Heinrich Knab, ebenso Kassierer Karl Göth, Gerätewarte blieben Mathias Wenzler und Franz-Josef Zimmer. / Im Einvernehmen mit Ortsbürgermeister Karl-Heinz Göth wurde in einer Kommandositzung am 15. März der Termin für die Feier des 100jährigen Bestehens der Gau-Bischofsheimer Feuerwehr festgelegt. Die Feierlichkeiten sollen in der Zeit vom 14. bis 18. August 1981 stattfinden. / An Anschaffungen für 1979 gab es 4 Beile für Steiggurte, sowie Sicherheitsstiefel. / Das Sommernachtsfest war am 9. und 10. Juni. / Am 1. Juli waren das 75jährige Feuerwehrfest in Astheim und das 90jährige in Kölzenhain (Vogelsberg). An beiden Festen nahmen Abordnungen der Wehr teil und in Kölzenhain überreichte Wehrführer Müller einen Wappenteller. / Am 12. August war in Quotshausen (Oberhessen) das 50jährige Bestehen der dortigen Wehr; auch hier übergab Wehrführer Müller einen Wappen.

Wieder wurde es für die Kameraden ernst, als am 18. Mai um 4.55 Uhr Alarm ausgelöst wurde. In einem Anbau am Anwesen Samland in der Bahnhofstraße war ein Schwelbrand, verursacht durch heiße Asche, entstanden. Der Brand konnte ohne Schwierigkeiten gelöscht werden; die Bodenheimer Feuerwehr, die ebenfalls eingetroffen war, brauchte nicht mehr einzugreifen. / Am 3 1. Mai wurde in Bodenheim das neue Feuerwehr-Gerätehaus eingeweiht; die Kameraden nahmen teil und beteiligten sich an einem Geschenk der Verbandsgemeinde Feuerwehr.

In diesem Jahr nahm die Gau-Bischofsheimer Wehr an folgenden Feuerwehrfesten teil: 8. Juni 50 Jahre Feuerwehr in Leeheim, am 15. Juni 100 Jahre Feuerwehr in Undenheim sowie am 29. Juni 75 Jahre Feuerwehr in Mainz-Bischofsheim.

Am 8. Juni nahm eine Abordnung der Gau-Bischofsheimer Feuerwehr bei der Beerdigung des durch einen Unfall ums Leben gekommenen Lörzweiler Feuerwehrkameraden Geo Scheidenmantel teil. / Zweimal musste die Wehr am 29. Juni ausrücken, als durch starken Regenfall einmal ein Anwesen in der Gartenstraße Wassereinbruch im Keller meldete und als, ebenfalls durch den Regen, die Bahnhofstraße überschwemmt wurde. / Der ehemalige Oberlehrer Jakob Schulz wurde am 5. Juli 75 Jahre alt. Schulz, der seit seiner Pensionierung in Laubenheim lebt und sich auch weiterhin mit der "Geschichte der Gemeinde Gau-Bischofsheim" befasst, bekam von Ortsbürgermeister Karl-Heinz Göth den Gau-Bischofsheimer Wappenteller überreicht. Die Ortsvereine und die Feuerwehr überreichten ein Geschenk. / In einer Kommandositzung am 12. September teilte Wehrführer Müller mit, dass die Verbandsgemeinde als neues Fahrzeug ein TSF bestellt habe, da Fahrzeuge vom Typ LF in Rheinland-Pfalz nicht bezuschusst werden würden. / Die Abschlussübung der Verbandsgemeinde Feuerwehren fand am 26. September an der neuen Bodenheimer Turnhalle statt. / Am 12. Oktober ging das Radrennen "Großer Weinpreis von Ebersheim" wieder durch die Gemeinde Gau-Bischofsheim; die Kameraden übernahmen die Sicherung

der Rennstrecke. / Papst Johannes Paul II. besuchte im Rahmen seines Deutschlandbesuches am 16. und 17. November die Rheinland-Pfälzische Landeshauptstadt Mainz. Die Freiwillige Feuerwehr Gau-Bischofsheim beteiligte sich am Ordnungsdienst.

Das 100jährige Bestehen der Gau-Bischofsheimer Feuerwehr, das 1981 gefeiert wird, nahm bereits am 1. Dezember seinen Anfang, als die Wehr 12 ehemalige aktive Kameraden zu Ehrenmitgliedern ernannte und dem Ehrenkommandanten Alfons Ginz für seine 25jährige Dienstzeit, davon 16 Jahre Kommandant, das silberne Feuerwehrehrenzeichen überreichte. Die Ehrung fand im katholischen Pfarrheim St, Petrus statt und wurde vom Landrat des Kreises Mainz-Bingen Johann Wilhelm Römer, im Beisein von Bürgermeister Gerhard Krämer, Ortsbürgermeister Karl-Heinz Göth, Wehrleiter Manfred Siebenhaar, dem Kommando und den aktiven Kameraden, durchgeführt. Musikalisch umrahmt wurde die Feierlichkeit vom "Kirchenmusikverein Gau-Bischofsheim". Die Ehrenmitglieder sind: Peter Kimmes, Paul Haus, Franz Escher, Franz Knab, Peter Worf, Balthasar Kimmes, Peter Knab, Hans Sigmund, Hans Escher, Johann Knab, Franz Gruszczynski sowie Karl Göth.

1981 Das Jahr des großen Festes. Die Generalversammlung am 6, Februar stand fast ganz im Zeichen der Organisation für das 1 00-jährige Fest. Bürgermeister Gerhard Krämer und Wehrleiter Manfred Siebenhaar sagten hier zu, dass pünktlich zum Fest das neue TSF-Fahrzeug eintreffen werde. Krämer betonte hierbei weiter, außerdem würden zum Fest noch vier Atemschutzgeräte eintreffen und auch die ausfahrbare Leiter aus Nackenheim sei unterwegs. Erstmalig nahm auch der Bürgereister zum Bau eines neuen Gerätehauses Stellung und er sagte, für die Jahre 1983 und 1984 seinen von der Verbandsgemeinde jeweils 100 000 Mark eingestellt worden, wobei jedoch noch intensiv über den Standort gesprochen werden müsse. / Trotz intensiver Vorbereitungen zum Fest wurde die Feuerwehr auch im Jubiläumsjahr an ihren eigentlichen Sinn erinnert. Am 16, Februar gab es Alarm und zwar um 0.52 Uhr. Im Anwesen Adam im Silvanerweg war ein Brand ausgebrochen: Gegen 1.05 Uhr traf die Feuerwehr mit 3 Mann am Einsatzort ein. Nach der Erkundung des Brandortes wurde die Freiwillige Feuerwehr Bodenheim über Funk alarmiert, denn wegen der starken Verqualmung musste schwerer Atemschutz eingesetzt werden. Menschenleben waren jedoch bei dem ganzen Einsatz nicht in Gefahr; die betroffene Familie hatte sich rechtzeitig in Sicherheit gebracht. Gegen 1.25 Uhr trafen die Bodenheimer Kameraden ein. Es wurde nun festgestellt dass sich der Brand hauptsächlich auf das Wohnzimmer bezog. Das gesamte Mobiliar wurde beschädigt, die Holzbalkendecke sehr in Mitleidenschaft gezogen. Im Schlafzimmer, das sich oberhalb des Wohnzimmers im ersten Stock befindet, wurden kleinere Brandschäden entdeckt. Wegen der starken Hitzeentwicklung musste ein Teil der Fassadenverkleidung entfernt werden. Die Feuerwehr half noch weiter bei den Aufräumungsarbeiten und rückte gegen 2.45 Uhr wieder ein. Soweit das Protokoll. Die Bodenheimer Kameraden waren mit dem Tanklöschfahrzeug sowie 5 Mann und schwerem Atemschutz im Einsatz. Als besonderes Vorkommnis wurde vermerkt: Die Polizei konnte den Alarm nicht per Funk auslösen.

Am 5. April fand in der Gau-Bischofsheimer Sporthalle die Generalversammlung der Feuerwehr-Sterbekasse Mainz statt. Musikalisch wurde diese Veranstaltung vom "Kirchenmusikverein Gau-Bischofsheim" umrahmt.

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