08. bis 10.10.2010 - Brandcontainer Ausbildung
Erste Station der Ausbildung bestand darin, eine Tür zu öffnen und die Rauchgase an der Decke des dahinterliegenden Raumes stoßweise abzukühlen und niederzuschlagen. Anschließend sollte von der Decke an der Wand entlang ein brennendes Ölfass gelöscht werden. Die echten Flammen wurden mit Gas erzeugt und von außen durch einem Trainer am Kontrollpult ständig überwacht. Die zwei oder drei Mann starken Trupps wurden im Container durch einem weiteren Brandtrainer begleitet, der hier wertvolle Tipps lieferte.
In der zweiten Station musste eine Tür geöffnet und ein brennendes Bett abgelöscht werden. Anschließend musste ein Kohleofen vom Truppführer geöffnet und durch den Truppmann am Hohlstrahlrohr wieder stoßweise abgelöscht werden. Das stoßweise Ablöschen geschieht, um den Effizienzgrad der Kühlung zu erhöhen und damit einen möglichst geringen Wasserschaden zu erreichen.
Nachdem diese Station gemeistert war, wurden das ausströmen von brennendem Gas aus einer Gasflasche simuliert. Der Truppmann hat hier die Aufgabe sofort mit der Kühlung durch das Hohlstrahlrohr zu beginnen, der Truppführer die des Zudrehens der Flasche.
Nachdem jedes Truppmitglied im Wechsel jede Position geübt hatte, wurde noch ein Flashover simuliert. An der Decke des Brandcontainers konnte man das "züngeln" der Flammen beobachten, die durch das Verbrennen der brennbaren und hochgiften Kohlenmonoxid-Gase entstehen solang genug Sauerstoff im Raum vorhanden ist. Nach einer Weile war zu beobachten, dass die Feuerzungen ausgingen und wie kleine Blitze unregelmäßig an der Decke aufflammten. Nachdem die Containertür dann wieder geöffnet wurde und somit Sauerstoff in den Raum gelangte, kam es in den oberen 10cm des Containers zu einem Flashover der über die Köpfe der Teilnehmer hinweg den Weg in Richtung der geöffneten Tür suchte. Diesen Flashover-Effekt könne man auch wesentlich eindruckvoller und grösser im Container simulieren, was jedoch aus Rücksicht auf die persönliche Schutzausrüstung in diesem Fall nicht getan wurde.
Für die Atemschutzgeräteträger der Feuerwehr Gau-Bischofsheim war dieses praxisnahe Training ein wertvoller Lernerfolg, aus dem jede Kameradin und jeder Kamerad viel für zukünftige Innenangriff-Einsätze mitnehmen konnte.
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