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Am 19.12.2009 organisierte der aktive Kamerad Michael Josten für die Feuerwehr Gau-Bischofsheim eine Führung durch den Mainzer Dom. Insbesondere sollten wir hier die seltene Möglichkeit geboten bekommen, die Katakomben unter dem Dom zu begehen. Als besonderes Highlight stand ebenfalls die Besichtigung des Dachstuhls und der Domtürme auf dem Programm. 
Nachdem sich die geplante Abfahrt mit dem Bus um eine Stunde verzögerte, da die Kameraden der Feuerwehr Gau-Bischofsheim noch beim Warten an der Bushaltestelle zu einem Ölspur-Einsatz in der Steigstraße gerufen wurden, durfte man sich nun über den Beginn und die Eindrücke der Führung freuen. Gemeinsam begannen wir die Tour in der Krypta unter dem Dom. Von hieraus, wurde uns erklärt, kann man durch das Fundament im Dom gehen. Ehemals wurde der Mainzer Dom auf Eichenstämmen, die in den Untergrund gerammt wurden, gebaut. Durch die Begradigung des Rheins und der Bebauung in Richtung Rhein ging über die Jahre der Grundwasserspiegel zurück, was zur Folge hatte, dass Luft an die Eichenstämme kam und diese nach und nach zu verrotten begannen. Bereits im 19. Jahrhundert erkannte man dieses Problem und die Folgen waren an der Bausubstanz der Domanlage zu erkennen. Anfang des letzten Jahrhunderts wurden die Eichenstämme durch eine Art Bergbauschächte nach und nach über die Krypta entfernt und durch Betonfundamente ersetzt.
Barfuss und mit Gummistiefeln durften wir durch die Labyrinte des Fundamentes bis unter das Hauptschiff laufen. An den Decken kann man noch heute (siehe Bild) die Abdrücke der Eichenstämme erkennen.
Anschließend hieß es Kondition zeigen, um in den Turm des Doms aufzusteigen. Von hier aus ging es über den Dachboden über die Decke des Haupschiffes in den Hauptturm. Die Holzbauweise des Dachbodens lies bei den aktiven Feuerwehrleuten keinen Zweifel offen, dass ein Brand, wie der vor tausend Jahren im August 1009, auch heute noch fatale Folgen haben dürfte. Vielen Dank an Michael Josten und Jörg Walter (Steinmetzmeister des Dombauamtes Mainz) vom Bischöflichen Ordinariat für die Organisation und Führung an diesem Tag. Ein paar Schnappschüsse finden Sie wie immer <hier> in unserer Fotogalerie.
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