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Am Donnerstag, den 19.11.09 machte sich unsere Jugendfeuerwehr auf den Weg über den Rhein, um sich die Feuerwache 1 der Berufsfeuerwehr Wiesbaden genauer anzusehen. Abfahrt war gegen 17.45 Uhr in Richtung Wiesbaden, zusammen mit unserem Kamerad Steffen Friederich, der hauptberuflich bei der Wiesbadener Feuerwehr arbeitet. 
Dort angekommen bekamen wir gleich einen kleinen Einblick in die Geschichte der Berufsfeuerwehr, da auf dem Hof der Wache ein altes Feuerwehrfahrzeug und verschiedene andere Gegenstände, wie z.B. Hydranten in einer gläsernen Vitrine zu bestaunen sind. Da es draußen allerdings sehr kühl war, gingen wir schnell ins Warme und betraten einen Vorraum der Wache, von dem man direkt das rege Treiben in der Einsatzleitzentrale der hessischen Landeshauptstadt sehen konnte. Nach einer kurzen Wartezeit begannen wir unseren Rundgang, in der Fahrzeughalle. Dort erklärte uns Steffen wie eine Alarmierung nach Eingang des Notrufes für die Feuerwehrleute von statten geht. Er zeigte uns einen Ausdruck eines Alarmdruckers, auf dem man genau sehen konnte wie man am schnellsten zur Einsatzstelle gelangt und welche Einsatzart überhaupt vorliegt.
Auf einer riesigen Wandkarte des Wiesbadener Stadtgebietes konnte Steffen uns zeigen, für welchen Bereich die jeweilige Wache, der insgesamt drei Feuerwachen zuständig ist. Im Keller der Feuerwache zeigte uns Steffen unter anderem auch den Sportraum, da die Berufsfeuerwehrleute eben auch dazu verpflichtet Dienstsport zu betreiben, um sich für die Einsätze fit zu halten. Im ersten Stock befinden sich unter anderem die Gemeinschaftsräume der Feuerwache, wie Küche, Wohnräume, Aufenthaltsraum, welche Steffen uns ebenfalls zeigte. Natürlich wurde auch das berühmteste Objekt einer Feuerwache erwähnt - die Rutschstange, mit der man im Einsatzfall schnell von einem Stockwerk direkt in die Fahrzeughalle rutschen kann. Über diesen ganzen Rundgang hinweg konnte man sehen, dass die Wiesbadener Feuerwehr sehr verbunden mit ihrer Geschichte ist. So kann man überall im Gebäude Modelle, Bilder oder Originale bestaunen, die stumme Zeugen aus den vergangenen Jahrhunderten sind. Anschließend führte uns Steffen noch an den Schlafräumen der Feuerwehrleute vorbei, die praktischerweise genau hinter der Fahrzeughalle liegen, damit man mitten in der Nacht – in großer Eile – nicht einen so weiten Weg zum Fahrzeug hat. Wieder in der Fahrzeughalle angekommen, bekamen wir einen extra für uns vereinbarten Probealarm mit. Auf einer großen Tafel, auf der bei einer Alarmierung bestimmte Felder leuchten, kann der Einsatzleiter bzw. der/die Fahrzeugführer genau erkennen, welche Fahrzeuge alarmiert sind und in welche Richtung der Zug erstmal fahren muss.. Ebenfalls kann von dieser Tafel abgelesen werden, ob Sonderrechte erlaubt sind und ob die Straße durch die Ampeln frei ist. Nach dieser eindrucksvollen Demonstration, lies es sich Steffen nicht nehmen einen Teil der Fahrzeuge zu zeigen, hierbei zeigte er uns aber auch noch einige Einsatzmittel die für die Großen und Kleinen unserer Feuerwehr neu und eindrucksvoll waren. Anschließend besuchten wir noch das hauseigene Feuerwehrmuseum. Das wiederum ein weiterer Beweis für die Geschichtstreue der Feuerwehrleute ist. Dort konnte man jeden Schritt des technischen Fortschrittes bei der Feuerwehr an Hand von gut erhaltenen und sehr interessanten Ausstellungsstücken sehen. Nach diesem lehrreichen Einblick in den Feuerwehralltag der Wiesbadener „Kollegen“ beendeten wir den Ausflug und begaben uns wieder auf den Heimweg über den Rhein. Einen besonderen Dank möchten wir an Steffen Friederich richten, der uns auf wirklich interessante Weise die Arbeit bei der Berufsfeuerwehr nahe gebracht hat. |